
Die Staatsanwaltschaft Köln sieht bisher keine konkreten Anhaltspunkte, um gegen die an dem Einsatz beteiligten Einsatzkräfte zu ermitteln.
Ist auch völlig hirnrissig… hat den gleichen Effekt, wie wenn die Kirche die Missbrauchsfälle ihrer Bischöfe selber aufklärt… “Öhm, also wir haben nix gefunden, tschuldigung”
Man kann es nicht oft genug sagen, niemals NIEMALS die Polizei involvieren wenn es um psychisch kranke Personen geht! Die Polizei ist weder ausgebildet noch sensibilisiert genug dazu. Es widerspricht auch dem seit Jahren verfolgtes Bestreben, Polizei “wehrhafter” zu machen, immer wieder Racial Profiling und nicht transparent und neutral untersuchte Delikte und Verstöße seitens Beamten und Dienststellen, tun ihr Übriges.
Auf der anderen Seite sind eine Rettungsärztin und zwei Polizisten im Hausflur zu sehen. Immer wieder fragt Corona: “Warum soll ich rauskommen? Warum muss ich aufmachen?”
Als Rechtsanwalt Simón Barrera González dieses Video sieht, weiß er: Hier hält er ein wichtiges Beweismittel in den Händen. Sein Eindruck: Pedro Corona wusste offenbar nicht, dass er in eine psychiatrische Klinik eingewiesen werden sollte. Nach Ansicht der Notärztin ging von ihm eine erhebliche Fremdgefährdung aus. Mit Hilfe der Polizei wollte sie ihn zwangsweise in eine Klinik einliefern.
Wenn ich das richtig verstanden habe, hat die Notärztin die Polizei verständigt.
Ich hätte dann zumindest von der Ärztin erwartet, dass sie dazwischen gegangen wäre. Das sie es nicht getan hat, ist meiner Meinung nach das schwerstmögliche Versäumnis überhaupt. Denn SIE hatte die Kompetenz, den Fehler zu erkennen und die Notlage zu bewerten. Hat sie nicht getan
Die medizinische Seite hat hier imho sogar primär die Fehler begangen, siehe mein Toplevel Post
Sein Herz stand 23 Minuten lang still. Nach WDR-Recherchen vermutlich ausgelöst durch einen akuten Sauerstoffmangel während der Fixierung in Bauchlage.
Sind die Schweine denn versessen darauf das amerikanische Modell zu adoptieren?
Ich kannte jemanden, der außerhalb von Köln bei einem SEK-Einsatz (er war zufällig im gleichen Döner wie ein islamistischer Terrorist, als der Zugriff erfolgte) brutal auf dem Boden fixiert wurde und ebenfalls nicht atmen konnte. Das ist über 20 Jahre her.
Dabei ist der Mann nichtmal schwarz!

Seine Hautfarbe ist unter der roten Linie.
Unabhängige Kontrollstelle für die Polizei jetzt
Um da mal ein bisschen fachliche Meinung dazu zu geben: Das Problem liegt, wenn man der Presseberichterstattung folgen kann nicht in dem eigentlichen Zugriff.
Derzeit stellt sich das ja so dar:
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Patient hat offenbar psychische Probleme in einem Ausmaß,dass die Freunde sich Sorgen machen. Diese rufen den Rettungsdienst(/oder den ärztlichen Bereitschaftsdienst, wird leider in der Presse oft gleichgesetzt)
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Dieser erscheint (ohne Polizei) und gelangt zur Einschätzung,dass der Patient massiv fremd- (oder eigen-, hier gibt es unterschiedliche Berichte) gefährdend ist, eine beschützende in Obhutnahme angezeigt ist(vulgo Zwangseinweisung) und scheinbar wird dieser entweder so gefährlich eingeschätzt,dass man ihn nicht alleine transportieren möchte oder er möchte nicht mit. In diesem Moment muss in quasi allen Bundesländern die Polizei hinzugezogen werden, sie hat in den meisten Bundesländern auch das letzte Wort was dieses Thema angeht.(Was gut so ist, zwei unterschiedliche Institutionen). Der RD verlässt die Wohnung was auf eine Gefährdungslage für den RD schließen lässt - normalerweise bleibt man beim Patienten um eine Eskalation zu vermeiden, aber Eigenschutz geht vor - auch wenn es nachher alles verkompliziert.
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Die Polizei erscheint.
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Die Aussage des Anwalts, dass der Patient nicht wusste,dass er in eine Klinik soll, ist imho nicht vollkommen richtig. Richtiger wäre: Er wusste es in diesem Moment nicht mehr. Es ist durchaus häufig in psy. Ausnahmezuständen, dass Patienten nicht mehr situationsorientiert sind. Das ist sogar eine der wichtigen Kriterien, um eine Unterbringung gegen den Willen des Patienten umzusetzen. Es gibt ganz ganz wenige Szenarien wo ich mir beim klaren Patienten vorstellen kann,dass man ihm nicht sagt,dass er in eine Klinik muss. (In 25 Jahren nur zwei Mal erlevt. Der eine hat konkret einen Terroranschlag angekündigt. Da kam dann aber auch das SEK durch das Fenster)
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Die Polizei führt einen Zugriff durch, verzichtet soweit bekannt aber auf Taser und Pfefferspray. Der Patient wehrt sich, wird aber fixiert. Das ist erstmal so wie es im Artikel steht ziemlich nach Lehrbuch. (Du baust nur mit einem Beamten ein Gegenüber auf, man will den Patienten aus der Wohnung holen damit dort der Zugriff mit weniger “waffenähnlichen Gegenständen” erfolgt, man verzichtet wenn möglich auf Taser und Pfefferspray um das O2 Defizit nicht zu erhöhen, s.u.)
Und hier kommt jetzt der Fehler:
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Der Patient liegt laut Bodycam 20 Minuten in Bauchlage in Handfesseln und mit weiteren Fixierungen. Was hier passiert ist,nennt sich positionsbedingte/positionelle Asphyxie. Vereinfacht ausgedrückt:Durch die psychiatrische Ausnahmesituation hat der Körper bereits eine starke Ausschüttung von Stresshormonen, er ist voll im “Kampfmodus” und das oft bereits seit Stunden. Durch den nun erfolgten realen Kampf wird noch mehr Sauerstoff verbraucht. Und in der folgenden Bauchlage und Fixierung kann der Körper nun durch die schlechtere Bauchatmung,etc. diesen riesigen Sauerstoffbedarf nicht mehr bedienen,der Patient erleidet einen Herzstillstand durch Hypoxie.
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Genau da ist aber der nächste Fehler: Der Patient muss,dass ist bei einer Fixierung “auf der Straße” nun mal immer so da, da es keine adäquaten, Patienten und Durchführende gleichermaßen schützende Technik gibt,erstmal auf den Bauch. Sobald er aber gesichert ist, muss das geändert werden. Idealweise in Rücken, notfalls in Seitenlage. Zusätzlich muss der Patient hochdosiert Sauerstoff erhalten um das Defizit auszugleichen und auch um einen “Puffer” zu schaffen für den nächsten Schritt. (Ersetzt übrigens auch die Spuckhaube) Parallel muss der Patient an den Monitor, also überwacht werden.
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In Folge - und das wird in Deutschland leider bis heute viel zu oft vernachlässigt und man sieht “tobende” Patienten in den psychiatrischen Kliniken ankommen- muss die mechanische Fixierung in eine sog. pharmakologische/chemische Fixierung umgewandelt werden. Heißt: Der Patient wird sediert, erhält also ein Beruhigungsmittel. Wie stark dieses sein muss entscheidet die Situation. Vom leichten Beruhigungsmittel (Tavor) bis hin zu hochdosiertem Ketamin ist da viel möglich. Das ist zwar auch ein massiver Eingriff, aber es dient dem Schutz des Patienten damit dieser sich nicht beim “Kampf” gegen die Fixierung verletzt.
Wenn der Patient wirklich 20 Minuten in Bauchlage einfach liegen gelassen wurde in der Annahme,dass sich dieser schon wieder beruhigt (oder das die Polizei das “regelt”) dann muss man ganz klar sagen: Das Problem war hier auf medizinischer Seite - und zwar sogar mehr als auf der polizeilichen Seite. Die Polizei kommt dazu, weil sie diejenigen sind, die den unmittelbaren Zwang durchführen. Die psychiatrisch medizinische Seite ist aber klar auf Seite des Rettungsdienstes - es handelt sich in diesem Moment schließlich um einen sehr sehr kranken Menschen.
Source: Notfallsanitäter, Führungskraft im Rettungsdienst a.D, selber lange auf der Akutpsychiatrie gearbeitet, selber schon über viele beachützende Unterbringungen entschieden.
In dem Fall war also der Rettungsdienst schon komplett weg?
Aber dennoch müssen die Polizisten doch den Ablauf wissen und den Menschen richtig behandeln, also nach der Fixierung umdrehen.
Auch dass sie sich über ihn lustig gemacht haben, zeigt soch eindeutig Absicht.
Ob der RD weg war ist widersprüchlich je nach Bericht. Wenn das (bei Gabe eines Sedativums) wirklich der Fall war,ist es… Wirklich krass.
Glaube ich aber nicht. Ich denke die waren da,haben irgendwann auch sediert (laut letzten Satz), aber eben nicht ausreichend/keine richtige Lagerung gemacht weil man emotional das zur “Sache der Cops” gemacht hat.
Der wichtige Punkt an der Stelle ist, dass sich die Polizei im Einsatz über ein “Opfer” lustig macht. Und das während dieser elendig verreckt!
Hier geht es mit dem nächsten Fall weiter: https://www.zeit.de/news/2026-07/23/37-jaehriger-stirbt-nach-fesselung-durch-polizei
Immerhin wird nun durch die StA auch gegen den RD ermittelt.
Im Artikel steht, Corona habe ein starkes Betäubungsmittel erhalten. Wurde hier versucht, die “Fixierung umzuwandeln”? War die Dosis/das Mittel (unerwarteterweise) nicht ausreichend?
Ist zu vermuten,wobei es da unterschiedliche Aussagen gibt, wann er das erhalten hat (was ist sowieso nicht bekannt).
(Der Anwalt ist da leider bekannt, naja, schwierig. Leider.)
Kann sein,dass er schon was in der Wohnung erhalten hat. Kann sein,dass erst draußen. Dann stellt sich die Frage was. Leider ist die Praxis in DE meist Midazolam zu geben, ein starkes Benzo. Das hat zwar den Vorteil,dass man “es kennt” und es auch intranasal (quasi als “Spray” in die Nase) gegeben werden kann, aber den Nachteil,dass es wie alle Benzos sehr schnell auf den Atemantrieb geht (und da haben wir dann wieder das Problem mit der O2 Versorgung), insbesondere wenn der Patient vorher Alkohol konsumiert hat. (Bin ganz ehrlich,hab in anderem Kontext auch schon Patienten mit einer Minidosis Midazolam in den Atemstillstand geschossen, passiert. Muss man halt überwachen).
Das dahingehend sicherere (aber in anderen Bereichen nebenwirkungsreichere) Ketamin hat sich hier leider nicht durchgesetzt. (Was Schade ist, da es gerade bei Manie-assozierten Psychosen und v.a. bei Amphetamin/Crack/Koks bedingten Psychosen die bessere Wahl ist)
Fakt ist: Wenn eine MedGabe erfolgt ist,muss der überwacht und entsprechend gelagert werden. Und in 20min hast du den Notfalls auch mit genug Tragehilfe immer auf der Fahrtrage - wo du immer sinnvoll in Rückenlage fixieren kannst.
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Was für eine Horrorstory. Erinnert mich an einen schon etwas älteren Bericht über ein
blindesgehörloses Mädchen das angeschossen wurde, wenn ich mich recht erinnere.Die Polizei hat anscheinend zu wenig Schulung in Deeskalation, oder es wird als unwichtig abgetan.
Ich schätze mal trotz längerer Ausbildungszeiten (verglichen mit anderen Ländern) sind da zu viele Knallköppe drin die’s einfach geil finden legal mit Knarre rumzulaufen und irgendwie “die Macht” zu haben.
Meinst du zufällig den Vorfall im November letzten Jahres, wo Polizisten auf eine gehörlose Zwölfjährige geschossen haben?
Genau das, danke! Ich kann mich an die Beschreibung der Situation erinnern, wie inkompetent die Polizisten sich verhalten haben gegenüber einer sehr verständlichen emotionalen Reaktion eines Kindes. Auch wenn sie 2 Messer in der Hand hielt. Beide haben geschossen.
Der von dir verlinkte Artikel ist für mich interessant weil er etwas jünger ist als der den ich seinerzeit gelesen habe. Die Reaktion der Polizei ist unter aller Sau:
Der Anwalt des Mädchens, Simón Barrera González, hatte die Darstellung der Ermittler zuletzt als voreilig und manipulativ kritisiert. Polizei und Staatsanwaltschaft versuchten mit ihrer »aggressiven Pressearbeit«, die aus seiner Sicht fragwürdige Darstellung zu prägen, der Beamte habe aus Notwehr geschossen.
Auch das erinnert mich an Bullen in den USA, aber das ist ja auch hierzulande nix neues mehr.
Ja, Alle Cops.
Nein. Solche Aussagen machen die Problematik schlimmer.
Ohne Polizei geht’s irgendwie auch nicht, und ich möchte, dass sich Cops die ein Problem mit diesem System haben nicht alleine gelassen fühlen.
(Der Corpsgeist ist ein riesiger Teil des Problems und mit Gruppenbildung a la “wir gegen die” wird das noch schlimmer. Wir müssen es irgendwie irgendwo hin schaffen, wo sich ein Cop nicht denkt “tja am Ende bin ich Cop und hab deswegen mit meinen gewalttätigen Kollegen immer noch mehr gemeinsam als mit dem Rest der Gesellschaft”. Die Person muss das Gefühl haben dass die Gruppenzugehörigkeit entlang der Rechtschaffenheit der Menschen definiert, erst dann wird die Korruption mit Titel “Corpsgeist” tatsächlich angreifbar. Pauschale Äußerungen um auf ein generelles Problem aufmerksam zu machen sind durchaus ein probates Mittel, nur vernichtest du mit deiner Formulierung die Sinnhaftigkeit.)
Ohne Polizei geht’s irgendwie auch nicht
Es ging viele tausende Jahre ohne Polizei.
ich möchte, dass sich Cops die ein Problem mit diesem System haben nicht alleine gelassen fühlen.
Weißt du, was mit Cops passiert, die ein Problem mit dem System haben?
Entweder sie halten ihr Maul, dann sind sie nicht besser als die, die nur wegschauen oder aktiv mitmachen. Oder sie sagen was und werden als Nestbeschmutzer:innen rausgeekelt. Die Institution der Polizei ist, was verrottet ist und abgeschafft gehört. Ist bisschen als würde man sagen, es braucht nur die richtigen Klans-Männer im KKK, dann wird alles besser. Und bevor hier wieder was von Relativierung erzählt wird, hier noch eine Podcast-Empfehlung zu exakt dem Thema:Es ging auch viele tausend Jahre ohne Impfungen, Krankenhäuser oder Sanitäre Einrichtungen.
Aber kacken wir deswegen in den Wald, geben Rauchzeichen während wir and der Grippe verrecken?
Es ging auch viele tausend Jahre ohne das Internet und wenn ich solche Kommentare lese, wünsche ich mir die Zeit definitiv zurück.
Leider nicht so einfach. Hab ich ACAB sticker, shirts und Buttons? Sicher!
Aber: wenn wir das in solchen Situationen einsetzen führt das nur zu einer generellen Abneigung Gegenüber der Einrichtung Polizei. Linke, junge , Menschen haben noch weniger Bock da hin zu gehen.
Und damit wird ACAB zu einer selbsterhaltenden Konstruktion.
Wenn hier abends die Faschos vor meiner Tür stehen weil ich ihnen wieder ans Being gepisst hab ruf ich die Bullen, wie jeder andere auch.
Und warum spricht eigentlich keiner über das Verhalten der Not ÄRZTIN. Anders als die Bullen sollte sie wissen wie man mit Erkrankten umgeht. Spoiler: so nicht
Liebs, wenn Linke Cops zur Seite stehen.
Wenn hier abends die Faschos vor meiner Tür stehen weil ich ihnen wieder ans Being gepisst hab ruf ich die Bullen, wie jeder andere auch.
Was ist denn das letzte Mal passiert, als die Situation eingetreten ist?
Ansonsten, ließ bitte den anderen Kommentarstrang bzgl. Polizei als Institution.



