Dieser Kommentar bringt eine Merkwürdigkeit auf den Punkt: die Verdrehung von Progressiven und Konservativen
Die SPD heute Strukturkonservativ im Quadrat. An der Grenze zum Reaktionären. Immer in der Defensive. Man verteidigt den Status quo, das hohe Niveau – versteht Reform nur mehr als Provokation und abzuwehrende Herausforderung, jedenfalls nicht mehr als Potenzial und Renovatio.
Die Merz-Union verhöhnt seit drei Jahren mit einem Schlechtreden des Standorts, des politischen Gegners, der Bürger so ziemlich alles, wofür das Konservative steht: heitere Skepsis. Und destabilisiert mit einem scharf gestellten Pathos des Bruchs das Vertrauen der Deutschen in gewachsene Strukturen und haltgebende Institutionen – ausgerechnet in dem Moment, in dem eine außenpolitische „Zeitenwende“ die Bürger ohnehin schon verunsichert.



SPD ist spätestens seit Hartz IV kaum noch als “progressiv” zu bezeichnen.