• SpongyAneurysm@feddit.org
      link
      fedilink
      arrow-up
      8
      ·
      27 days ago

      Eigentlich ja.
      Aber für Hygiene und Lebensmittelsicherheit wird die Anzahl der Keime (besser gesagt, Koloniezahl, abgekürzt als KBE (koloniebildende Einheiten)) als Indikatorparameter herangezogen, weil das deutlich leichter zu ermitteln ist, und man grob davon ausgehen kann, dass wenn es sehr viele Keime gibt, einfach gute Wachstumsbedingungen für Mikroorganismen allgemein herrschen, und statistisch gesehen halt ein höheres Risiko herrscht, dass pathogene Keime darunter sind.

      Die alle spezifisch nachzuweisen wäre ein unverhältnismäßig hoher Aufwand.

      Wenn man es noch etwas spezifischer haben möchte, wie z.B. bei der Trinkwasseranalyse, werden noch ‘coliforme Keime’ herangezogen. 'Coliform von “Escherichia coli” abgeleitet, einem Bakterium, das im Verdauungstrakt von Säugetieren vorkommt und zwar selbst - abgesehen von mutierten Stämmen wie EHEC - harmlos ist, aber sich mit überschaubarem Mehraufwand nachweisen lässt und auf Fäkalverunreinigungen hinweist, mit denen ein erhöhtes pathogenes Risiko verbunden ist.

    • D_a_X@feddit.orgOP
      link
      fedilink
      arrow-up
      7
      ·
      28 days ago

      Wenn ich es richtig verstanden habe, kann man gewisse Keime besser detektieren als andere. Man nimmt dann die zum Messen und unterstellt, das sich die anderen (gefährlicheren) proportional dazu verhalten.

      • suff@piefed.social
        link
        fedilink
        Deutsch
        arrow-up
        4
        ·
        27 days ago

        Ignorierend, wie krass spezifisch die kleinen Bewohner siedeln. (Lassen sich kaum absichtsvoll anzüchten, so spezifisch sind die.)