• NecroticEuphoria@lemmy.ml
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    1 day ago

    Alkoholismus ist übrigens nicht nur, dass man sich regelmäßig hart untern Tresen säuft, sondern auch, dass man ohne Feierabendbier nicht entspannen kann oder anderer Spaß nur mit Alkohol, wenn auch nur in geringerer Menge, stattfinden kann.

    Also ich befürworte das Schwinden der Alkoholismus-Epidemie, die schon allzu lange verkannt worden ist.

  • SapphireSphinx@feddit.org
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    1 day ago

    Vielleicht macht weniger Alkohol die Gesellschaft gar nicht besser

    Doch, macht es. Ich hab die Nachts um drei Uhr grölenden, in die Hauseingänge pissenden (und sogar kackenden) Suffkis satt, die hier immer einfallen. Alles ist besser ohne die.

    Ich war immer der Weirdo mit dem Mineralwasser. Jetzt trinken alle weniger und ich frage mich: Wo sind die guten Gespräche geblieben?

    Dann kifft was wenn ihr euch nüchtern gegenseitig nicht ertragt. Ist doch nicht so schwer. Du bist i.ü immer noch ein Weirdo.

    Edit:

    Und für die Weirdos, die das hier runter gewählt haben:

    Bei rund der Hälfte aller untersuchten Gewaltdelikte im öffentlichen Raum ist Alkohol im Spiel. Der höchste Anteil an alkoholisierten Tätern oder Täterinnen zeigt sich bei der Ruhestörung, gefolgt von Streitigkeiten, Körperverletzung und Tätlichkeiten. Auch Sachbeschädigungen bzw. Vandalismus fallen ins Gewicht. Bei den Deliktkategorien Raub und Drohung/Erpressung liegt der Anteil alkoholassoziierter Vorfälle bei über einem Drittel. Die Gewalthandlungen finden vor allem am Wochenende im Kontext des Nachtlebens statt und werden mehrheitlich von Männern in den Altersgruppen der 19 bis 24-Jährigen, und den 25 bis 34-Jährigen verübt.

    https://www.bag.admin.ch/de/alkohol-und-gewalt

    Also ja, weniger Alkohol macht die Gesellschaft auf jeden Fall besser.

    • FatVegan@leminal.space
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      1 day ago

      Die guten gespräche? Ich trinke seit 12 jahren nicht mejr und ich habe am Wochenende aushilfshalber in einer bar gearbeitet. Die leute meinen sie haben gute Unterhaltungen weil sie absolut betrunken sind. Absolut unangenehm einem oder mehreren betrunkenen typen zuzuhören.

    • ComfortableRaspberry@feddit.org
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      1 day ago

      Sekundiere!

      Meine Generation ist die erste seit Jahrzehnten in meiner Familie ohne Alkoholkranke und das sicherlich auch nur deshalb, weil meine Mutter es geschafft hat nicht abzukacken. Alkohol ist scheiße gefährlich und unser gesellschaftlicher Umgang damit alles andere als angemessen.

    • Gladaed@feddit.org
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      1 day ago

      Ja, allerdings genügt das zum Beweis nicht. Du musst auch zeigen, dass sie sich anders und besser verhalten würden wenn sie keinen hatten.

      So reicht es nur um Wegnahme zum Leid verursachen zu rechtfertigen.

      • SapphireSphinx@feddit.org
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        1 day ago

        Ja, allerdings genügt das zum Beweis nicht. Du musst auch zeigen, dass sie sich anders und besser verhalten würden wenn sie keinen hatten.

        Ich glaube der Zusammenhang von Alkohol und Aggression wurde schon mehrfach untersucht. Z.B.:

        According to the World Health Organization, alcohol consumption is associated with aggressive behavior more closely than the use of any other psychotropic substance (e1). The relationship between alcohol consumption and aggressive behavior has been well documented in epidemiological studies. Alcohol-related aggression results in considerable personal suffering and socioeconomic costs every year.

        https://di.aerzteblatt.de/int/archive/article/147679

        The results suggest that the pharmacological effects of alcohol play a primary role in the relationship between alcohol ingestion and aggression.

        https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/7674681/

        The current review provides the first comprehensive quantification of these specific effects across studies, suggesting that male participants who consume alcohol are significantly more aggressive toward females than those who do not (d = .36) and that alcohol is a comparable proximal risk factor for both sexual (d = .32) and intimate partner (d = .45) aggression.

        https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC4798910/

    • brainwashed@feddit.org
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      1 day ago

      Doch, macht es. Ich hab die Nachts um drei Uhr grölenden, in die Hauseingänge pissenden (und sogar kackenden) Suffkis satt, die hier immer einfallen. Alles ist besser ohne die.

      Da scheint mir eher das Gröhlen und Scheissen das Problem. Mir dann eigentlich egal, mit wechem Stoff die sich davor zugedöhnt haben.

      • SapphireSphinx@feddit.org
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        1 day ago

        Da scheint mir eher das Gröhlen und Scheissen das Problem

        Ja und die Endhemmung kommt ja irgendwo her.

        Mir dann eigentlich egal, mit wechem Stoff die sich davor zugedöhnt haben.

        Mir auch. Hier kiffen auch Leute und was soll ich sagen? Die Probleme gibt es mit denen die saufen und nicht mit denen die kiffen. Letztere fressen mir höchstens den Döner weg.

        • brainwashed@feddit.org
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          1 day ago

          In den Großstädten, die ich frequentiere, fallen mir besonders Menschen auf, die weder kiffen noch saufen beziehungsweise wo das nicht das Hauptproblem ist. Gegen diese Drogen haben wir schon eine Prohibition, hilft nur nicht, wenn man insbesondere auch die Begleiterscheinungen nicht effektiv bekämpft.

    • horse@feddit.org
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      1 day ago

      Dann kifft was wenn ihr euch nüchtern gegenseitig nicht ertragt.

      Als jemand der sehr lange, sehr viel gekifft hat, hat Kiffen meiner Erfahrung nach (und glaube ich bei den meisten anderen auch), den gegenteiligen Effekt von Alkohol in sozialen Situationen. Bekifft unter Menschen zu sein, die man nicht gut kennt, fand ich immer äußerst unangenehm.

      • SapphireSphinx@feddit.org
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        1 day ago

        Als jemand der sehr lange, sehr viel gekifft hat

        Ich kiffe auch. Allerdings mehr so niedrig dosierte, homöopathische Dosen weil mir das bei einem medizinischen Problem hilft bei dem die Kassen-Medizin nichts wirklich hilfreiches anzubieten hat.

        Bekifft unter Menschen zu sein, die man nicht gut kennt, fand ich immer äußerst unangenehm.

        Das kann ich jetzt nicht so unterschreiben. Ich kiffe ab und an mal eine größere Portion und selbst dann habe ich das eigentlich nicht. Das ist vielleicht von Person zu Person verschieden oder es liegt daran, dass du damals sehr viel bzw. zu viel gekifft und irgendwie so eine leichte und beginnende Paranoia geschoben hast. Das ist aber natürlich auch nur eine unbelegte Theorie.

    • nocteb@feddit.org
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      1 day ago

      Mein Runterwähl ist ausschließlich für das Ad hominem, wenn du dir das sparen könntest hätte ich hoch gewählt.

      • SapphireSphinx@feddit.org
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        1 day ago

        Welches Ad hominem meinst Du? Das hier?

        Du bist i.ü immer noch ein Weirdo.

        Das ist kein Ad hominem. Die Autorin schreibt selbst über sich:

        Ich war immer der Weirdo mit dem Mineralwasser.

        Daran hat hat sich ja durch die Abstinenz der anderen nichts geändert. Es fällt ihr offenbar nur nicht mehr so auf. Wenn sie vorher ein Weirdo war, dann ist sie das jetzt immer noch. Sie hat ja nichts an sich verändert.

        • nocteb@feddit.org
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          1 day ago

          Es ist aber ein Unterschied ob das jemand selbst scherzhaft über sich schreibt oder jemand anderes jemanden damit runter macht.

  • KatherinaReichelt@feddit.org
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    1 day ago

    Irgendwie ein merkwürdiger Artikel. Er vermischt individuelle Erfahrungen mit völlig unbegründeten Pauschalaussagen über die gesamte Gesellschaft. Kann ja sein, dass hier jemand Probleme hat, Gespräche ohne Alkohol zu führen oder dass die Crowd, wo man abhängt, das nicht hinkriegt. Das bedeutet aber nicht, dass es pauschal unmöglich ist, sich gut mit Menschen zu unterhalten, die nüchtern sind. Gleichzeitig gibt es definitiv auch Gruppen, in denen man keinerlei sinnvolle Gespräche mehr führen kann, wenn sie saufen.

    Und dann bringt uns ein Artikel mit solchen Pauschalaussagen auch irgendwie nicht wirklich weiter. Natürlich ist Alkohol ein gesellschaftliches Schmiermittel. Natürlich ist so ein gepflegter Rausch in einer Gruppe glücklicher Menschen richtig angenehm. Das Problem, was wir hier allerdings haben, ist, dass dieser Rausch dann gesundheitlich schädlich ist und dass viel zu viele Menschen dann auf diesem Rausch abstürzen. Sei es, dass sie übertreiben und dann völlig betrunken sind, oder dass sie diesen Rausch dann zu häufig haben wollen.

    Gleichzeitig verkennen viele Menschen auch, wie Alkohol wirkt. Er enthemmt. Das bedeutet, aber im Umkehrschluss, dass man, wenn man betrunken gute Gespräche führen kann, dies auch schaffen kann, wenn man nüchtern ist. Leider bedeutet es auch, dass das betrunkene Mega-Arschloch tragischerweise auch nüchtern ein (leicht gehemmtes?) Mega-Arschloch ist. Die Amis reden ja gerne über “Drunk Me”. Und das ist einfach nur eine harte Ausrede dafür, dass man selber ein absoluter Vollidiot ist.

      • KatherinaReichelt@feddit.org
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        1 day ago

        Ich erwarte aber auch von Kommentaren, dass sie irgendwie einen lesenswerten Inhalt haben und nicht völlig random am Kernthema vorbei schwafeln

  • schnurrito@discuss.tchncs.de
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    1 day ago

    Jahrzehntelang schienen Studien etwas ganz anderes zu belegen. Nämlich, dass moderat Trinkende gesünder waren als Abstinente. Wer ein bisschen trank, hatte demnach ein geringeres Sterberisiko als jemand, der gar nichts trank.

    Nur als zusätzliche Information: das wird hier https://lorienpsych.com/2021/02/23/alcoholism/ so erklärt, dass bei denen, die gar nicht trinken, u.a. auch ehemalige Alkoholiker, sehr arme und sehr kranke Menschen dabei sind.

  • D_a_X@feddit.orgOP
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    1 day ago

    Ich hab den Beitrag eigentlich ohne Bezahlschranke freigegeben. Kann das jemand überprüfen, ob sie wirklich weg ist?

    Nachtrag: ich habe bei den Krautreportern explizit nachgefragt, ob ich die Artikel veröffentlichen darf und Rico meinte, das sei ok, wenn ich ab und zu ein wenig Werbung für Krautreporter machen würde. Hab ich hiermit getan ;-)

  • GardenGeek@europe.pub
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    1 day ago

    Selbst wenn wir die Prämisse akzeptieren, dass Alkohol in einer verklemmten Gesellschaft nützlich sein kann weil er enthemmt und offener macht… stellt sich immernoch die Frage nach Kosten vs. Nutzen.

    Wenn ich mir die Statistiken zu Alkoholkranken und Todesfällen ansehe würde ich das kalr mit nein beantworten.

    Auf der anderen Seite ist Alkohol auch wieder eher der Versuch von Individuen sich mit Drogen selbst zu therapieren, heißt nur verbieten reicht nicht: Man müsste mindestens zweigleisig fahren und den Menschen wieder beibringen auch dann offen mit einander zu reden wenn sie nicht dicht sind. Aber das ist gesellschaftlich wieder ein weiter Weg…

  • ominous ocelot@leminal.space
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    3 hours ago

    Wenn man nur Alkohol und Tabak hat, richtet sich auch die Diskussion darauf aus. Tradition und persönliche Prägung durch das gesellschaftliche Umfeld werden auch einen Einfluss haben.

    Alkohol ist eine der heftigeren Drogen, wenn ich mich nicht irre. Wenn man den Menschen weniger harte Drogen erlauben würde. Und die Bildung über die evidenzbasierten Fakten verbesserte. Dann könnte der Einzelne sich für das weniger schädliche Gift entscheiden. Oder er mischt es dann mit Alkohol. Tja…

  • Aniki@feddit.org
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    1 day ago

    Fast jedes toxin ist in geringen dosen sogar gesund (Hormese).

    Das gilt natürlich auch für Alkohol.


    Ich wünschte, es gäbe etwas, das dasselbe leistet wie Alkohol. Etwas, das die Schwellen zwischen Menschen senkt, Gespräche leichter macht und aus Fremden solche werden lässt, die gemeinsam auf Tischen tanzen und große Ideen schmieden. Etwas, das auch mal Rausch ermöglicht, legal erhältlich ist und überall verfügbar, ohne die Schäden von Alkohol mitzubringen.

    Nennt sich sexuelle Anziehung. Ist weithin verfügbar, aber in unserer modernen gesellschaft unterdrückt weil “das ist ja schmutzig und schmutz ist schlecht (siehe Hormese oben), und überhaupt wir sind ja nicht so wie die minderwertigen franzosen und italiener die es nie geschafft haben ordentlich zu industrialisieren” oder was weiß ich was da in den köpfen der leute sich abspielt.