

Theoretisch gab es am Anfang die Option, dass die Zahlungen mit dem Digitalen Euro gar nicht über die Banken laufen würden. Inzwischen ist klar: Die Zahlungen werden über sie laufen.
Im aktuellen D€-Rulebook von der EZB von 2.7. werden ausdrücklich Payment service provider genannt, die keine Banken sind. Das sind dann Fintechs mit einfacher PSD2-Lizenz. Da hat sich also nichts geändert. An den Transaktionen soll außer PSPs noch die EZB beteiligt sein. Wenn man also nicht eine Bank als PSP wählt, erfahren die Banken nichts über die Transaktionen. Von Offline-Transaktionen sollen nicht einmal die PSDs etwas erfahren.
Ja, so stellt man sich das am ehesten vor. Auch bei einer Handy app wird das Guthaben lokal auf dem Gerät gespeichert. Um das Guthaben auf dem Gerät aufzuladen oder abzuladen muss man online gehen. Ob zusätzlich lokal mehr gespeichert wird als nur der aktuelle Wert (z. Bsp. Transaktionsdaten), dazu muss man sich die Dokumentation der Offline SDK von EZB anschauen wenn diese fertig ist. Die vorläufige Dokumente sagen, dass bei einem Ladevorgang der PSP den Kontostand, ID des Geräts, Datum des Ladevorgangs und die (pseudonyme) ID des D€ Kontos an die EZB übermitteln muss. Der PSP kann sich natürlich entscheiden auch mehr zu erheben, zu speichern und bei einem Ladevorgang in die eigene Datenbank über Internet zu übermitteln. Dazu muss man dann die ToS des PSPs lesen.
Wenn du aber einen vertrauenswürdigen Transaktionspartner findest, kannst du offline Transaktionen nutzen um an Guthaben zu kommen. Die offizielen überwachten Ladevorgänge mit Online-Zwang brauchst du dann gar nicht zu tätigen.