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Cake day: November 20th, 2024

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  • Denke ihr seit da über den Nordgrat rüber und da dann runter oder?

    Ja, gestartet von Neuhaus aus, dann hoch auf den Gipfel und dann hinten wieder runter und das Ziel war vom Spitzingsattel aus mit dem Bus zurück zu fahren.

    Bin ich leider noch nicht lang, liest sich aber auch gut.

    Besonders zu empfehlen wegen der Jägerbauernalm, eine ganz kleine Hütte mit ein paar frei rumlaufenden Tieren. Die Betreiberin ist total nett und man kann Brotzeit mit vielem selbstgemachten Zeug machen gegen “zahl was du willst”. Ist nur auch nicht besonders leicht hinzukommen. Den Jägerbauernsteig würde ich je nach aktuellem Zustand des Hangs (manchmal sind die Wege durch Erdrutsche beschädigt) eher schwerer als den Aufstieg zur Brecherspitze einschätzen.

    hab einfach immer den Bahnhof Fischhausen-Neuhaus als Start und Endpunkt genommen

    Achso, ja die Anreise mit dem Zug war bisher nie das Problem. Das ist der Grund warum wir gerne in die Schliersee/Spitzingsee Region fahren.


  • Mit der Brecherspitze hatten wir auch so ein grenzwertiges Erlebnis. Wenn ich mit meiner Partnerin Wandern gehe plane ich oft zu wenig Zeit ein, weil sie generell ein langsameres Tempo hat, Pflanzen fotografieren will usw… Wir haben uns dann anfänglich massiv in der Zeit verschätzt, und kurz vor dem Gipfel ist uns das Wasser ausgegangen. Dann haben wir die Alm auf der anderen Seite, wo wir Nachmittag etwas essen wollten nicht mehr vor Betriebsende erreicht. Wir konnten dort glücklicherweise noch unsere Wasserflaschen auffüllen, haben dann aber den letzten Bus am Spitzsingsattel um 19h knapp verpasst, weswegen wir auch noch die ganze Strecke runter nach Neuhaus gehen mussten. Wir waren dann erst zum Sonnenuntergang wieder in der Unterkunft, komplett erledigt und am nächsten Tag einen Ruhetag eingelegt.

    Aber ja, die Wanderung ist sehr zu empfehlen, genauso wie der Jägerbauernsteig zum Jägerkamp auf der anderen Seite. Wir dürften nur nicht immer so viel trödeln beim Aufstieg.

    Noch dazu ne super ÖPNV Anbindung.

    Naja, die Busse fahren in unregelmäßigen Abständen, wir wurden mehrmals an verschiedenen Haltestellen der Region einfach stehengelassen, wie schon geschrieben fährt nichts mehr nach 19h. Für ländliches Deutschland gut, aber aus Stadtbewohner-Perspektive oder für eine Tourismusregion eher dürftig. Edit: Oh und komplett überfüllt (also bis Anschlag) zu den Stoßzeiten sind die Busse auch noch.


  • Ich benutze es sehr gerne, aber habe keine Illusionen darüber, dass es primär eine gewinnorientierte Platform ist, bei der jeden Moment die Enshittification losgehen kann. Der Nachhaltigkeitsaspekt ist mehr Branding als irgendwas anderes.

    Aber aktuell ist es halt wirklich super um im Homeoffice ein warmes+kaltes Frühstück vom Buffet beim Hotel um die Ecke für einen guten Preis zu bekommen, oder die Reste von der heißen Theke bei der Metzgerei nebenan. Etwas das klassisches Food-Sharing und Spenden an die Tafel schlicht nicht abdecken. Ansonsten finde ich sollten Supermärkte & Co. weiter die non-Profit und gemeinnützigen Gruppen bevorzugen. Was über Too Good To Go an Einnahmen reinkommt ist wahrscheinlich sowieso vernachlässigbar.

    Und natürlich wäre es auch bei Too Good To Go schöner wenn es irgendeine offene, non-Profit Platform dafür gäbe, aber ich habe meine Zweifel ob sich das durchsetzen würde bevor wir da nicht gesellschaftlich mehr digitale Mündigkeit erreicht haben.




  • Der Trick ist, dass es zunächst hauptsächlich ungelernte Arbeiter und jene treffen wird, die von ihrem Arbeitgeber als leicht ersetzbar betrachtet werden. Mit denen gibt es dann in der breiten Bevölkerung keine Solidarität, weil “sie hätten ja was ordentliches lernen können” oder ähnliche Sprüche. Dann weitet sich die Praxis langsam aber sicher in neue Arbeitsverträge, Tarifverträge und “gute” Arbeitgeber aus, wie der 8h-Tag auch schon. Und dort wird es dir dann noch als Flexibilität verkauft werden. Du kannst auch gerne deine Vier-Tage-Woche arbeiten, kannst du dann halt keine Miete zahlen davon, aber die Option hast du (siehe negative vs positive Freiheit). Und irgendwann sitzen wir dann da, und es gibt die “normale” Bezahlung (von der man Leben kann) nur noch wenn man von 7h bis 21h in der Firma ist, wie es in China, Japan und teilweise den USA üblich ist.

    Worauf die bauen ist, dass sie uns die Solidarität schon soweit abtrainiert haben, dass wir das nicht im Keim ersticken. Und damit haben sie wahrscheinlich recht.



  • Du kannst ja eine Moral haben die für dich persönlich über dem Gesetz steht, aber im Umgang mit anderen Menschen muss diese Moral in den Hintergrund rücken und dass Grundgesetz an erster Stelle stehen.

    Nein, das muss sie nicht. Es heißt nicht Grundgesetz, weil es über allem anderen steht, sondern weil es die Basis für alles andere ist, ein kleinster gemeinsamer Nenner, ein Bare-Minimum, ein beschissener Kompromiss, mit dem wir leben müssen, solange wir nichts besseres haben. Wenn wir alle nur exakt stur das machen was im Grundgesetz steht und keinen Strich mehr, dann sähe unsere Gesellschaft ziemlich scheiße aus, also noch beschissener als eh schon. Und dass das Grundgesetz zuweilen recht geduldig ist zeigen die Ergüsse von Jahrzehntelanger CDU-Politik.

    Du musst und sollst also keine Lobgesänge auf das tolle Grundgesetz singen, mit dem Text unterm Kopfkissen schlafen oder ihm deine eigene Moral oder Philosophie unterordnen, und wenn deine Moral nicht ein ganzes Stück über dem Grundgesetz steht, dann hab ich persönlich wenig Respekt für dich.

    Das Einzige was du musst, ist zu erwarten und zu akzeptieren, dass die Gesellschaft die in einer Verfassung vereinbarte Basis an Werten durchsetzt. Und das gilt nicht nur in unserer super-duper freiheitlichen freiheitsdemokratischen Freiheitsgrundordnung, sondern überall in der Welt, wo es wahrscheinlich genau so freiheitlich heißt, aber entweder mehr oder weniger freiheitlich ist als bei uns.

    Und die von dir angesprochenen Änderungen des Grundgesetzes würden das Grundgesetz zu etwas anderem als dem Grundgesetz machen, da die FDGO ein fester Bestandteil dieser sind.

    Das Gesetz kann man nicht brechen, weil es ist verboten das Gesetz zu brechen, so steht es im Gesetz.

    Und sollte mal alles schief gehen und die Faschos/Islamisten oder sonst wer das Land übernehmen und die Grundrechte beseitigen, hast du das gute Recht alles notwendige zu Unternehmen um die wieder weg zu machen.

    Und dir ist nicht bewusst wie dieser Übergang komplett subjektiv und flüssig ist? Und ich meine das jetzt nichtmal im Kontext von moralischem Relativismus (nicht mein Ding), sondern schlicht und einfach, dass es komplette Interpretationssache ist, wann der Punkt erreicht ist, an dem es von dem Einen in das Andere um schwingt. Ich könnte dir 100 Gründe geben warum der Punkt jetzt schon erreicht wäre, und die freiheitlichen Freiheitsverfassungsrichter des obersten Freiheitsdemokratiegericht in Braunfaschistan werden dir dann 100 Gründe geben, warum deine Rebellion trotzdem ungerechtfertigt ist, weil die Verfassung unantastbar und die FDGO ein fester Bestandteil dieser ist, bevor sie dich zum Tode wegen Hochverrat verurteilen.


  • Ah, 2018, ein guter Jahrgang für Milch. Heißtestes Jahr seit Beginn der Wetteraufzeichnungen, also vor dem nächsten heißesten Jahr seit Beginn der Wetteraufzeichnungen 2019… aber egal, Hauptsache gutes Wetter! Und wer die Augen zusammenkneift, konnte damals fast noch ausblenden, dass die ganze Identitätspolitik nur ein Plot der Milliardäre war um das Volk gegeneinander aufzuhetzen und von ihren Machenschaften abzulenken. Aber gut, dass wir da als Gesellschaft raus gewachsen sind und dieses edel fermentierte Glas Milch heute aus der Distanz genießen können, oder? …oder? *amidala meme einfügen*


  • Ohne jetzt den Artikel gelesen zu haben und konkret darauf einzugehen um was es genau für Glaubensinhalte geht:

    Diese eigenen Moralvorstellungen müssen aber im Einklang mit dem Grundgesetz stehen.

    Diese Aussage geht aber doch aus dem Umstand hervor, dass du persönlich das Grundgesetz nach deiner eigenen Moral als gut bewertest, oder? Oder würdest du auch sagen, dass auch in Ländern wie Nordkorea die Moral des Einzelnen nicht über der Verfassung stehen kann, die (wahrscheinlich) irgendwas sagt wie dass die Kims von Göttern abstammen und deswegen unfehlbar sind?

    Oder anders: Ich stelle auch meine Moral über das Deutsche Grundgesetz, aber das Grundgesetz hat dabei das Glück, dass sich meine Moral größtenteils damit deckt. Größtenteils, weil es steht auch Bullshit im Grundgesetz, wie die geschlechtsspezifische Wehrpflicht und Ausnahme für Zwangsarbeit im Gefängnis.

    Oder nochmal anders: Wenn irgendwann die Braune Koalition alle möglichen menschenverachtenden Grundgesetzänderungen durchführt, dann sagst du ja auch nicht, “Tja, meine Moral sagt anders, aber dann halt jetzt weg mit den Ausländern und Transpersonen, weil das Grundgesetz steht über meiner Moral und darauf müssen sich alle einigen können!”

    Natürlich steht für jeden seine persönliche Moral über dem Grundgesetz, unabhängig davon ob das jetzt individuell gut oder schlecht ist. 🤷


  • Demos bringen nichts. Was du in deiner Freizeit machst interessiert Politiker einen Dreck, das war schon immer so.

    Was wir bräuchten wäre einen Generalstreik. Mal ein, zwei Tage, als Warnschuss, dann wäre sehr schnell Ruhe. Aber dazu müsste das Volk halt solidarisch und sich wenigstens in Bezug auf Arbeiterinteressen einig sein. Und das wird schwer in einem Land in dem der dumme Bürger ein ideologisches Schleudertrauma von Jahrzehnten der erst neoliberalen, dann faschistischen Propaganda hat.

    PS: Darum fand ich auch die Idee Klimademos als Klimastreik zu behandeln und Freitagmittag zu machen eine sehr gute, die das ganze deutlich aufgewertet hat. Wie zu erwarten war, und was meinen Punkt unterstreicht, haben sich die Politiker auch vor allem über diesen Aspekt aufgeregt, weniger über die Forderungen.