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Cake day: August 28th, 2025

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  • Ich geb ehrlich zu so ein Event-Fan zu sein. Kann Fussball sonst nicht viel abgewinnen. Aber so in der WG die Spiele verfolgen. Es wird was geiles gekocht. Alle kommen zusammen. Aufm Second Screen Jogi beim popeln zugucken(Ohweier, ist das schon wieder lang her). Ja oder auch mal mit den Normie Freunden zum Public Viewing und übelst das warme Bir gegen den Rachne klatschen lassen. Naja oder halt daheim so nebenher laufen lassen. Ey, war schon echt immer okay. Die FIFA war natürlich schon immer ein scheiß Verein und bei der letzten WM hab ich auch nur zwei-, dreimal den 11 Freunde Ticker mitgelesen weil der so lustig ist.

    Dieses Jahr? Jaah, neee. Echt nicht. Die deutsche Vorrunde in Toronto im Ticker vielleicht? Oder auch nicht. Die Schlagzeilen beschwichtigen da auch eher so garnicht. Ist halt Fussi bei den Faschos. Ich verzichte. Falls ich doch 22 Leuten hinter einem Ball hinterherrennen sehen möchte steig ich vielleicht einfach aufs Rad und guck so ein Regionalspiel an oder so.


  • Ja nu, vegan heißt ja erstmal einfach nur, dass man kein Bock auf Essen tierischen Urpsrungs hat aus welcher Motivation raus auch immer. Es heißt nicht automatisch, dass man sich gesünder ernähren, auf Junkfood verzichten oder ein besserer Koch sein will.

    Ich stimme durchaus zu, dass der Imitierungswahn manchmal absurde Züge animmt und die vollmundigen Versprechungen sind oft als Fleischfresser überhaupt nicht haltbar. Aber wenn man als ehemaliger Leichengenießer cravings bekommt kann man denen mit so Rezepten eben doch nachgehen. Wo ist das Problem? Neulich hab ich Mockduck gemacht. Es war halt Saitan, dass bisschen in ein Sieb gedrückt wurde für die Textur. Dann irgendwie Marinade mit den üblichen veganen herzhaften/Umami Gewürzen dran und knusprig gebraten. Es war richtig geil und war nah genug an Ente dran. So im direkten Vergleich wäre es natürlich komplett durchgefallen. Aber solang es einen Veganer glücklich macht ist doch alles gut? Der übliche Mumpitz im Socialmediafeed mit “NICHT ZU UNTERSCHEIDEN VONG ECHTE FLEISCH HER” nervt natürlich und setzt völlig falsche Erwartungen. Aber so wie Junkfood eben anders Scheiße schmeckt kann selbstgemachtes Imitat auch einfach anders geil sein. Meine über die Jahre optimierten Linsenpatties find ich richtig gut. Der Anspruch, dass es möglichst nach Fleisch schmecken muss ist aber auch verflogen. Ich würz es halt wie ich Bock habe und das die Textur von Linsen anders als Hack ist, ist irgendwie auch klar. Stört aber irgendwie auch nichtmehr.


  • Ich vermisse die paar Monate wo es in fast jedem Supermarkt Fertigpizzen mit Vühnchen oder anderen Zeug als Belag gab. Das hat nicht gut geschmeckt. Aber eben nicht schlechter als die üblichen Schlachtabfälle. So leicht anders Scheiße eben. Gerade bei so Dreck find ich es ne 100% geschmacklich legitime Alternative. Kein Tier sollte für so einen Müll sterben.

    Den Fastfoodmüll gibts zum Glück in anderer Form ja weiterhin und liebe es. Kann man sich hin und wieder schon mal ins Mundloch stopfen. Das die Nuggies nicht 100% dem geschredderten und wieder zusammengefügten Orginal im Geschmacksprofil gleichen sehe ich da eher als Vorteil an. Aber diesen weitverbreiteten veganen pReMiUm Convenienceprodukten kann ich wirklich nichts abgewinnen. Also die Dinger mit toll designter Verpackung mit 143g Inhalt für 6,40€ weil da fünf Sonnenblumenkerne in der Panade sind oder so. Geh mir weg.

    Was ich seit Jahren vermisse ist, dass man vegane Pampe als Grundzutat kaufen kann um es selber würzen/marinieren/panieren/zubereiten. Jou, Tofu natur/geräuchert, irgendwelche getrockneten Schnetzel und nicht ganz so fies vorgewürztes Vack kriegt man immerhin fast überall. Aber so einen Eimer Saitan hab ich noch orginal nie gesehen. Oder einfach ein 1 Kilo Block Vähnchen auf Erbsenproteinbasis oder wie auch immer. Es wäre so geil.






  • Ja, darauf wollte ich hinaus.

    Ich will ganz sicher nicht den deutschen Michel, der kiloweise billigstes Neonfleisch auf den Grill schmeißt von seinen problematischen Handlungen freisprechen. Aber systemische Probleme auf den Endverbraucher und Individuen abwälzen ist doch klassische Propaganda wie sie die Ölindustrie seit über einem halben Jahrhundert anwendet. Die Verantwortung beginnt eben NICHT an der Supermarktkasse. Das Problem beginnt in den raffgierigen multinationalen Großkonzernen. Was soll denn passieren wenn tatsächlich die große Mehrheit kein Billigfleisch mehr kauft? Durch reinen Glauben an das Gute bzw Magie verbessern sich die Arbeitsbedingungen? Sichi Geschwistis. Wir reden hier doch nicht von lokalen Handwerksbetrieben, denen man einen Rest von Anstand zusprechen kann. Aber selbst da trifft es nicht zwingend zu. Unser pReMiuM Metzger in der Gegend wo alle Tiere sanft totgestreichelt werden(dieses überspitzte Framing trifft sicherlich auch auf einen in eurer Gegend zu) war vor paar Jahren auch in einen riesen Skandal verwickelt weil der Schlachtbetrieb von dem bezogen wurde eben Scheiße gebaut hat. Aber man hat ja von Nichts gewusst! Obwohl man selbst zufällig auch im Vorstand tätig ist.