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    2 years ago

    This is exactly how it’s supposed to work in a functioning democracy.

    Where ideally everyone, but at least a critical percentage of citizens is educated enough to recognize the pattern of deceit and false, but easy answers to very complex questions from extremist parties.

    Where established parties don’t feel the need to pander to the votes of extremist parties by cooperating and adapting points pushed by extremists.

    Where the average citizen doesn’t feel left out by the system and is tempted to align themselves with extremist parties in order to protest the current reality of said system.

    Where the system implements safeguards to not allow the system to be taken hostage by extremists.

    Would be nice, eh?






  • er relativiert und vergleicht Dinge, die nicht verglichen gehören

    In der Theorie und rein moralisch betrachtet sind das unterschiedliche Dinge, das ist richtig. In der Praxis sieht es aber, zumindest meiner Meinung nach, anders aus:

    Einem Großteil der Bevölkerung geht es seit Jahren zunehmend schlechter. Das hat viele Faktoren: Wirtschaft, Pandemie, Krieg(e). Das Ungerechtigkeitsgefühl ist groß, die Politikverdrossenheit meist noch gößer. Das Volk fühlt sich weder repräsentiert noch ernst genommen.

    Vor diesem Hintergrund des Dauerstresses kommt es nun seit Jahren immer wieder zu solchen Meldungen: Messerstecherei hier, Gruppenvergewaltigung da, Kalifatherbeirufung en masse dort. Ein signifikanter Teil erlebt diese Nachrichten und fragt sich, nicht ganz zu Unrecht, wie das weitergehen soll und fühlt sich persönlich bedroht. Überspitzt stellvertretend ausgedrückt: “Wir lassen die seit vielen Jahren in unser Land, finanzieren ihnen mit unseren Steuern das Leben und im Gegenzug müssen wir solche Untaten tolerieren und in Angst leben? Wo bleiben denn die Ärzte und Ingenieure, wir kriegen doch höchstens Raketenwissenschafter aus Palästina. Wir müssen was tun, bevor es zu spät ist!”

    Da ist es vielen auch eher egal, dass es so viele Erfolgsgeschichten zur Integration gibt. Es ist egal, dass genau diese Feindseligkeit gegen eine ganze Bevölkerungsgruppe das Ziel vieler solcher Attacken ist. Es ist egal, dass viele Moslems diese Taten ebenso als abscheulich empfinden. Die Politik soll endlich hart durchgreifen, ihr Volk schützen und eine harte Linie fallen. Genug ist genug!

    Dabei wird natürlich ignoriert, dass es keine einfache Antwort gibt. Wir sind schließlich keine Diktatur, sondern eine Demokratie mit mehr oder weniger funktionalem Rechtssystem. Deportationen sind teilweise schwierig bis quasi unmöglich, Aktion statt Reaktion oft nicht Teil unseres Systems.

    Ich kann sehr gut nachvollziehen, dass viele Leute willentlich oder, weil sie es nicht besser wissen, die Vergleiche ziehen und sich bedroht fühlen. Die extremen Parteien bieten einfache Antworten auf kritische Fragen, die sonst kaum eine Partei offen ansprechen will. Ob diese Antworten auch nur annähernd realistisch sind und ob sonstige Positionen der eigenen entsprechen, wird oft unwichtig.


  • Selber denken und Schlüsse ziehen sind essenzielle Werkzeuge eines erwachsenen Menschen. Aber dazu gehört auch, sich mit den Fakten auseinanderzusetzen und Details zu überdenken, die man eventuell bisher falsch verstanden hat. Da geht es dann nicht um Meinung, sondern um kalte Fakten.

    Es ist simpel, sich von irgendwelchen Leuten mit niederen Absichten vorplappern zu lassen “Kack Mainstreammeinung, die haben doch keine Ahnung! Meine Lösung ist viel einfacher und sexy!” und sich dann einzureden, dass man einer der wenigen Menschen ist, die die Welt wirklich verstanden haben. Ist halt meistens nicht so.


  • Wenn du auf der Ebene diskutieren möchtest, dann sage ich: “religiöser Extremismus”? Reine Vermutung ohne Faktenbasis. Dann kann man es aber auch gleich lassen.

    Ich habe Religion gar nicht in die Diskussion gebracht, sie spielt für mich keine Rolle. Zumindest zu diesem Zeitpunkt ist auch schlichtweg nicht bekannt, ob der Täter überhaupt religiös ist. Das Gegenteil deiner Aussage:

    Es war eben (vermutlich) kein religiöser Extremismus. Weil die Gründe für den Angriff (vermutlich) nicht in der persönlichen Religionsauffassung des Täters lagen , sondern in der Islamfeindlichkeit der Opfer

    wäre genauso eine Vermutung ohne Faktenbasis.

    Du argumentierst da gegen einen Strohmann, den du selber gebaut hast. Der sehr positiv geframte Teil mit dem Freiheitskampf der Unterdrückten ist der Teil, der mir in dem Kontext sehr sauer aufstößt.


  • Es war eben (vermutlich) kein religiöser Extremismus. Weil die Gründe für den Angriff (vermutlich) nicht in der persönlichen Religionsauffassung des Täters lagen, sondern in der Islamfeindlichkeit der Opfer

    Reine Vermutung ohne Faktenbasis.

    Hast du nicht auch das Gefühl, dass es Moslems in Deutschland schwerer haben als Christen?

    Auf jeden Fall, aber was hat das mit dem Vorfall zu tun? Muslime haben es schwerer als Christen in Deutschland, deswegen ist es ok, wenn ein Irrer wie blöde Leute niederringt und ihnen mit einem Messer in den Nacken sticht? Bei so einer verblendeten Scheiße kommt mir die Kotze hoch. Guck dir das Video doch noch mal in Ruhe an und denk drüber nach, ob du da in der Realität einen lupenreinen und moralisch korrekten “linken Freiheitskampf” siehst.